Liquid-Lifting mit Poly-L-Milchsäure-GelWie wirkt Sculptra™ & New Fill® bei Mimikfalten und Alterungsspuren?
Der Faltenauffüller Sculptra™ oder New Fill® verspricht jugendlichere Haut im Kampf gegen Falten. Informationen zur Hautbehandlung Liquid-Lifting mit Poly-L-Milchsäure.
Dieses Beauty-Produkt verspricht - zumindest laut Werbung - Neuigkeiten im Kampf gegen die Falten: diskrete und natürlich wirkende Verjüngung durch Liquid-Lifting mit Poly-L-Milchsäure. Ist diese Schönheitsbehandlung eine sanftere Alternative zu kosmetisch aufwändigen Eingriffen wie einem echten chirurgischen Gesichtslifting durch Operation? Die Milchsäure-Methode – ursprünglich entwickelt für die AidsforschungUrsprünglich wurde die Behandlung mit Milchsäure, die auch natürlich im menschlichen Muskelgewebe vorkommt, entwickelt, um tiefgehende Gesichtsfalten bei Aidspatienten großflächig aufzufüllen und optisch zu verschönern. Da gerade Patienten mit der Immunschwächekrankheit besonders anfällig sind, wurde der Wirkstoff als besonders verträglich entwickelt und deswegen in letzter Zeit auch vermehrt für ganz normale Schönheitskuren und -korrekturen genutzt. Die biologisch abbaubare Polymilchsäure, die bei einem kleinen Eingriff unter die Haut gespritzt wird, ist immunologisch inaktiv und gilt als sehr sicher und allergiearm, da sie nicht aus tierischen oder bakteriellen Bestandteilen gewonnen wird, sondern rein synthetisch hergestellt wird. Das Milchsäure-Gel gilt unter Ärzten auch als sehr sicher, da es vollständig abbaubar ist. Produkte mit Polymilchsäure finden seit über 30 Jahren in der kosmetischen Chirurgie Verwendung. Gefahren & Risiken beim kosmetischen Eingriff mit Sculptra™Die Behandlung mit Milchsäure-Gel durch Injektionen zum Aufpolstern von alterungsbedingten Falten oder Mimik-Falten birgt natürlich – wie jeder Eingriff in den menschlichen Körper – ein gewisses medizinisches Risiko, dessen sollte man sich immer bewusst sein, wenn man sich zu einer kosmetischen Behandlung dieser Art entscheidet. Allgemein gilt die Methode aber als verträglicher als herkömmliche Behandlungen mit zum Beispiel Unterspritzungen mittels Kollagen. Die Milchsäure wird innerhalb von nur wenigen Minuten injiziert und einmassiert. Allergische Reaktionen sind bisher kaum bekannt, zu kurzfristigen Schwellungen, Blutergüssen und Rötungen kann es durch die Einstiche immer kommen, das Risiko von Knötchenbildungen oder von Nervenverletzungen existiert natürlich – wie bei allen Methoden zur Unterspritzung – dennoch. Zwar wird der Faltenauffüller nur injiziert und Sie können danach in der Regel normal und ohne Klinikaufenthalt Ihren Alltag wieder aufnehmen, man sollte sich vor jedem medizinischen Eingriff aber wirklich sicher und über das Risiko im Klaren sein. Informieren Sie sich vorab gründlich und lassen Sie sich – auch bei dem oberflächlich harmlos erscheinenden synthetischen Beauty-Produkt Polymilchsäure-Gel – nur von einem geschulten Facharzt behandeln. Wie lange hält das Liquid-Lifting mit Milchsäure-Gel?Bislang geht man davon aus, dass die Therapie mit Milchsäure-Gel bis zu zwei Jahre lang einen aufpolsternden Effekt auf die Gesichtsfalten hat und damit im Durchschnitt eine längere Haltbarkeit als andere gängige Mittel besitzt. Die Wirkung von Poly-L-Milchsäure-GelIn ein bis drei Sitzungen im Abstand mehrerer Wochen werden die Falten (zum Beispiel Labialfalten oder Mimikfalten, aber auch großflächige Volumenauffüllungen) mit der Polymilchsäure unterspritzt und damit aufgefüllt. Ein vorläufiges Ergebnis der Faltenauffüllung per Michsäure-Methode soll schon nach den Injektionen ansatzweise sichtbar sein. Im Nachfolgenden wird der Körper durch die als Kollagenstimulanz wirkende Poly-L-Milchsäure dazu angeregt, selbst neue Kollagenfasern zu bilden und so das Ergebnis des Liftings noch zu verbessern. Das endgültige Ergebnis ist erst nach einigen Monaten sichtbar, weswegen man nicht zu früh nachbehandeln sollte. Die Haut polstert sich langsam und schrittweise über Wochen hinweg auf, weswegen die Methode auch als sehr diskretes und natürlich wirkendes Beauty-Mittelchen gilt. Ein Grund, warum diese echt unauffällige Schönheitsbehandlung auch für Männer immer interessanter wird. Laut Hersteller Sanofi Aventis, der sich sonst eigentlich auf Diabetes-Medikamente wie Insulin spezialisiert hat, ist das Produkt nicht nur zum großflächigen Auffüllen, sondern auch zur Faltenbehandlung im Mundbereich geeignet, wo man das Neurotoxin "Botox" (Botulinumtoxin A) eher nicht anwenden sollte bzw. wo Hyaloronsäure erfahrungsgemäß keine so guten Ergebnisse bei der Auffüllung erzielt. Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel fachärztlichen Rat niemals ersetzen kann!
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